Polizeibeamter soll Frauen zu sexuellen Aufnahmen gezwungen haben
Meldung vom 06.08.2026 · Übergriffe & Gewalt
Ein Polizeibeamter im Süden Thailands soll mehrere Frauen mit Drohungen und Druck dazu gebracht haben, sexuelle Aufnahmen von sich zuzulassen. Die Aufnahmen sollen anschließend in geschlossenen Online-Gruppen weitergegeben und verkauft worden sein. Ins Rollen kam der Fall, nachdem Videos auf Mobiltelefonen gefunden wurden; nach Angaben der Anwaltskanzlei, die die Betroffenen vertritt, könnten mehr als zwanzig Menschen betroffen sein. Anzeigen sind erstattet, Beweismittel wurden in dieser Woche übergeben, weitere Schritte bei der Behörde für Cyberkriminalität und beim Zeugenschutz sind angekündigt. Eine öffentliche Stellungnahme des Beschuldigten oder seiner Dienststelle liegt bislang nicht vor.
Quelle: Wochenblitz – dort steht die ursprüngliche Meldung.
Einordnung
Der Fall spielt weit weg von Pattaya, und trotzdem steckt darin etwas, das überall gilt: Wer eine Uniform trägt, kann Druck aufbauen, dem schwer auszuweichen ist – und erzwungene Aufnahmen bleiben nicht dort, wo sie entstanden sind. Neu ist der Vorwurf als solcher nicht; neu ist, dass er diesmal über eine Anwaltskanzlei und mit Beweismitteln öffentlich wird, statt im Sande zu verlaufen. Für Besucher ändert das nichts an der Faustregel, die ohnehin gilt: Eine Amtsperson, die etwas verlangt, was mit ihrer Aufgabe nichts zu tun hat, tut das nicht rechtmäßig – und bei Kontrollen ohne Zeugen sind Handy, Zugangsdaten und Aufnahmen das, was man am wenigsten aus der Hand geben sollte.